Das Bundesgesundheitsministerium hat aktuell Zahlen veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) durch Rabattverträge mit Apotheken 850 Millionen Euro 2009 gespart haben. Darüber hinaus haben die Apotheken den Krankenkassen 1,1 Milliarden Euro Rabatt gewährt. Im Vergleich zu den vorläufigen Ergebnissen hat sich der Überschuss der Einnahmen gegenüber den Ausgaben um 300 Millionen auf 1,4 Milliarden Euro erhöht. Im Jahr 2009 machen die Einsparungen der Apotheker durch die Umsetzung der Rabattverträge mehr als 30 Prozent aller Arzneimittelrabatte in Höhe von 2,9 Milliarden Euro aus.
Der Vorsitzende der DAV (Der Deutsche Apothekerverband) Fritz Becker weist jedoch darauf hin, dass weder die Apotheken noch die Versicherten Informationen darüber erhalten, welche Kassen Einsparungen in welcher Höhe erzielten, denn die Verträge zwischen den Krankenkassen und Herstellern der Arzneimittel sind geheim. Die Apotheken nehmen jedoch den Austausch vor. Bereits mehrmals hatte der DAV die Krankenkassen aufgefordert, die Höhe ihrer durch Rabatten von Herstellern erzielten Einsparungen offen zu legen. Bisher veröffentlichten jedoch nur wenige Krankenkassen Details zu den Rabattverträgen.
Für 2010 werden die Einsparungen auf 1 Milliarde Euro geschätzt. Allein die AOK gab für 2010 ein Sparvolumen in Höhe von 520 Millionen Euro an. Um die tatsächlichen Ausgaben ermitteln zu können, muss dieser Wert von den gemeldeten Arzneimittelausgaben abgezogen werden.