Die im Bundeshaushalt geplante Halbierung der Förderung des Städtebaus 2011 gefährdet nach Ansicht der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zahlreiche Arbeitsplätze im Handwerk und behindert die notwendige beschäftigungspolitische Erholung am Arbeitsmarkt. Eine städtebaurechtliche Entwicklung mache dieser Einschnitt ebenfalls praktisch unmöglich.
Andreas Steppuhn, für die Handwerkspolitik zuständiges Bundesvorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, bezeichnet die Kürzung als nicht hinnehmbar und warnt vor den negativen Auswirkungen dieser geplanten Kürzungen. Er wies auch darauf hin, dass sich Bundesbauminister Ramsauer erst kürzlich zur Städtebauförderung bekannt habe.
Begrüßt wird dagegen von der IG Bau ein Papier, das in den nächsten Wochen auf Initiative der Länder gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden erarbeitet werden soll. Dies soll die Effekte der Städtebauförderung für die Entwicklung der Kommunen und deren Fähigkeit, den demografischen und wirtschaftlichen Wandel zu meistern, analysieren. Gleichzeitig sollen in dem Papier die Folgen einer Halbierung der Mittel für Unternehmen und den Arbeitsmarkt aufgezeigt werden.
Ende August bzw. Anfang September sollen sich dann bei einer Sonderkonferenz die Länderbauminister mit diesem Papier befassen.