Computerbild-Test: Vorsicht beim Gutschein-Kauf

  1. 19.07.2010 10:40
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Computerbild hat 5 der Groupon-Dienste in einem 14-tägigen Test unter die Lupe genommen. Groupon-Dienste bieten Gutscheine zum Kauf an, doch das Ergebnis zeigt deutlich, dass beim Gutschein-Kauf Vorsicht geboten ist. Die Gutscheine sind nur unter bestimmten Voraussetzungen gültig, bei den Rabattangaben wurden Tricksereien aufgedeckt und zum Teil besteht ein Mangel an Datensicherheit.

Der Trend der Groupon-Dienste schwappte zu Jahresbeginn von den USA nach Deutschland. Zwischenzeitlich sind bereits mehrere Anbieter auf diesen Zug aufgesprungen. Die Gutscheine werden von den Groupon-Diensten zu günstigsten Preisen angeboten. Dabei variieren die Angebote, für die Gutscheine zum Kauf zur Verfügung stehen, täglich. Angepriesen werden dabei bis zu 60 % Ersparnis. Jedoch ist die Verfügbarkeit der Gutscheine an die Anzahl der teilnehmenden Käufer gekoppelt.

Wie das Ergebnis des Tests von Computerbild deutlich machte, waren durchschnittlich bei jedem dritten Anbieter lückenhafte, unklare oder falsche Angaben im Angebot. Nachstehend die Details aus dem Testergebnis der Fachzeitschrift:

Alle Testkandidaten mussten, um den Rabatt-Gutschein erhalten zu können, zuerst eine Stadt auswählen. Die angebotenen Gutscheine kommen normalerweise von einem Unternehmen aus der Region. Danach konnten die Testkandidaten sich für ein Angebot entscheiden. Sobald für ein Angebot genügend Käufer vorhanden sind, wird der Preis fällig. Übersandt wird der Gutschein meist per E-Mail, um diesen selbst auszudrucken. Diese Vorgehensweise war bei sämtlichen Testkandidaten dieselbe.

Für sämtliche Angebote galten jeweils bestimmte Einschränkungen. Bei manchen Anbietern waren die Gutscheine nur befristet oder nur gültig, wenn weitere Käufe getätigt werden. Bei einigen Gutscheinen kam es zu Problemen beim Einlösen – nur wenige Filialen einer Kette erkannten diese an. Bei sämtlichen Anbietern wurde festgestellt, dass bei den Rabatt-Angaben getrickst wurde. Nur zwischen 55 und 75 % der Angebote waren mit klaren Angaben zum Rabatt versehen.

Zu den Tricks bei den Rabatt-Angaben: Zum Beispiel wurde von einem bundesweiten Autovermieter ein Kleinwagen für 19 € anstatt 39 € pro Tag angeboten. Ein vergleichbares Fahrzeug konnte bei einer weiter entfernten Filiale im selben Zeitraum für 27,28 € pro Tag als Normalpreis gemietet werden. Ein weiteres Beispiel ist ein Modeshop im Internet, der für 19 € einen Warengutschein im Wert von 70 € anbot. Dies wäre in der Tat ein Rabatt von 73 %, wenn da nicht der Mindestbestellwert von 80 € als Voraussetzung wäre. Der Rabatt wurde somit auf maximal 63 % reduziert.

Bei DealTicket und Westdeal erfolgten Abwertungen aufgrund mangelnder Datensicherheit. Bei beiden Anbietern werden die persönlichen Daten ohne Verschlüsselung übertragen. Bei beiden fiel auch die hohe Zahl der geplatzten Angebote negativ auf. Rund 25 % der Angebote fanden bei DealTicket nicht genügend Käufer, bei Westdeal lag der Anteil sogar bei knapp 50 %.

Mit der Note 2,52 ging Groupon als Testsieger hervor. Die Testkandidaten konnten durchschnittlich fast 60 % Rabatt erhalten. Zudem stand den Testkandidaten hier vergleichsweise ein breites Spektrum verschiedener Bereiche zur Auswahl. Für insgesamt 60 Städte in Deutschland standen Angebote zur Auswahl – jedoch waren bei etwa 25 % die Rabatt-Angaben unklar. Positiv zu vermerken ist bei Groupon, dass kein einziges Angebot aufgrund einer zu geringen Käuferzahl platzte.

Das komplette Ergebnis kann in der Fachzeitschrift Computerbild im Heft 16/2010 nachgelesen werden, die ab Samstag im Handel erhältlich ist.




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