Elterngeld soll Geringverdienern gekürzt werden

  1. 19.07.2010 13:31
  2. Elterngeld
  3. Tarifeverzeichnis

Durch einen weiteren Einschnitt für Hartz-IV-Empfänger will die Bundesregierung darauf hinarbeiten, dass für diese Gruppe die Anreize stärker sind, wieder eine Arbeit aufzunehmen. Aktuell geht es um einen Gesetzesentwurf, aufgrund dessen das Elterngeld Personen, die komplett von Hartz IV leben, ganz gestrichen werden soll. Dies soll der Staatskasse bis 2014 Einsparungen in Höhe von 600 Millionen Euro bringen.

Nach Meldungen der "Süddeutschen Zeitung" sollen dahingegen Arbeitnehmer, die ihr geringes Einkommen über Hartz-IV aufstocken, monatlich um bis zu 300 Euro weniger Elterngeld erhalten.

Damit fallen die geplanten Einsparungen bei der finanziellen Unterstützung von Familien höher aus als ursprünglich bekannt wurde. Die Zeitung bezieht sich auf den Referentenentwurf von Familienministerin Kristina Schröder.

Demnach würden die Einsparungen bei Eltern, mit einem Nettoeinkommen unter 1.240 Euro, den Staat um ganze 440 Millionen Euro entlasten, während Kürzungen bei Familien mit einem höheren Einkommen nur ein Einsparpotenzial in Höhe von 155 Millionen Euro haben.






Tipp: Pflegeeltern haben keinen Anspruch auf Elterngeld

Tipp: Pflegeeltern haben keinen Anspruch auf Elterngeld
04.04.Studie: Betreuungsgeld erschwert beruflichen Wiedereinstieg