Der in Deutschland durch Falschgeld entstanden Schaden ist im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem 2. Halbjahr 2009 um 20 Prozent von 1,6 auf 1,9 Milliarden Euro gestiegen. Die Bundesbank hat im 1. Halbjahr 2010 etwa 33.700 falsche Banknoten registriert. Fast zwei Drittel davon machen 50-Euro-Scheine aus. Deren Anteil ist gegenüber dem 2. Halbjahr 2009 stark angestiegen.
Mit durchschnittlich 8 Fälschungen jährlich je 10.000 Einwohner liegt Deutschland nach Angaben des Leiters des Zentralbereichs Bargeld bei der Deutschen Bundesbank Helmut Rittgen jedoch weit unter dem Durchschnitt im Euro-Raum. Nach seinen Worten ist das Risiko, mit Falschgeld konfrontiert zu werden, im Einzelhandel besonders hoch. Die Bundesbank bietet über ihr Filialnetz kostenlose Workshops zur Erkennung von Falschgeld an. Erkanntes Falschgeld sollte sofort der Polizei übergeben werden ,damit Ermittlungen eingeleitet werden können.
Grundsätzlich ist bei der Annahme von Geld Vorsicht geboten, da Falschgeld nicht ersetzt wird.
Echtes Geld kann an folgenden Merkmalen erkannt werden:
- Bei Durchsicht lässt sich im unbedruckten Bereich das Wasserzeichen erkennen.
- Erhabene Teile des Druckbilds (z. B. der Schriftzug "BCE ECB EZB EKT EKP" am oberen Rand) ist auf der Vorderseite zu fühlen.
- Beim Kippen der Banknote verändern sich die Hologrammelemente.
- Der Perlglanzstreifen bei Noten bis 20 Euro oder Farbwechsel der rechten Wertzahl bei Noten ab 50 Euro können auf der Rückseite beim Kippen geprüft werden.
Hilfsmittel wie Prüfstifte, UV-Lampen oder Lupen erzielen nicht immer ein eindeutiges Prüfergebnis. Im Zweifelsfall sollte ein Geldschein zum Vergleich herangezogen werden, der zweifelsfrei echt ist.
Die Anzahl falscher Münzen ging im 1. Halbjahr 2010 im Vergleich zum 2. Halbjahr 2009 um 27 Prozent zurück. Es wurden 33.600 falsche Münzen registriert. Gefälschte Münzen sind jedoch schwerer von echten zu unterscheiden. Dennoch gibt es auch hier einige Merkmale.
So wirken Münzfälschungen oft verschwommen und weisen Unebenheiten auf. Auch die Farbe weicht oft von den echten Münzen ab. Bei falschen 2-Euro-Münzen fehlt die Randprägung oft teilweise oder ganz. Auch sind falsche 1- und 2-Euro-Münzen schwächer oder stärker magnetisch als echte.
Informationen zu Schulungen gibt es im Internet unter
Bundesbank.de.
Informationsmaterial zur Erkennung von Falschgeld kann ebenfalls bei der Bundesbank unter folgendem
Link abgerufen werden.