Thema der Großen Anfrage 17/2218 der Linksfraktion ist die gesundheitliche Ungleichheit im europäischen Jahr gegen soziale Ausgrenzung und Armut. Unter anderem stellt die Fraktion an die Bundesregierung Fragen zu der Häufigkeit bestehender gesundheitlicher Beeinträchtigungen bei Empfängern von ALG II. Gleichzeitig hinterfragen die Abgeordneten der Fraktion Die Linke die Relation von subjektiver Gesundheitseinschätzung und dem Sozialstatus. In diesem Zuge will Die Linke wissen, wie die Bundesregierung zur Verringerung gesundheitlicher Unterschiede, die durch den Berufsstatus resultieren, beitragen will.
Die Linksfraktion will von der Bundesregierung Antworten, bei wie vielen Kindern in sozial schwachen Familien gesundheitliche Benachteiligungen im Vergleich zu Kindern aus einkommensstarken Familien bestehen. Gleichzeitig stellen die Abgeordneten die Frage, wie sich diese soziale Ungleichheit auf das Risiko, in höherem Lebensalter, pflegebedürftig zu werden, auswirkt. Weitere Informationen fordert Die Linke im Hinblick auf die Gesundheitssituation im Vergleich zwischen Frauen und Männern sowie von Migranten. Dabei wird auch die Frage gestellt, auf welche Gehaltsklassen sich die Zuzahlungen durch einkommensunabhängige Pauschalen nach Meinung der Bundesregierung am stärksten durch hohe Belastungen auswirkt.
Nach Ansicht der Linksfraktion ist die soziale Ungleichheit ursächlich für die gesundheitlich Ungleichheit, da Armut den hauptsächlichen Grund für Gesundheitsdefizite darstellt. Ein Entgegenwirken kann laut Die Linke durch eine Reduzierung der Kinderarmut und die Reduzierung der sozialen Ungleichheit erfolgen. In diesem Zuge müsse den sozial Benachteiligten ein einfacherer Zugang zum Gesundheitssystem ermöglicht werden.