Ein Bündnis aus der Umweltschutzorganisation BUND Berlin, dem Deutschen Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg , der Handwerkskammer Berlin und der IHK Berlin mit dem Namen "Stadtvertrag Klimaschutz" will Berliner Unternehmen und Eigenheimbesitzer von den Vorteilen eines Austauschs ihrer alten Heizungen überzeugen. Neue, technisch ausgereizte Geräte sollen alte Geräte, die viel Energie verbrauchen, ersetzen. Einen besonderen Anreiz soll nun ein Gewinnspiel bringen.
Nicht nur, dass alte Heizungsanlagen ein Umweltproblem darstellen, sie kosten dem Betreiber auch viel Geld. So lohnt sich ein Austausch der alten Anlagen doppelt. Die Geschäftsführerin Innovation und Umwelt der
IHK Berlin Dr. Marion Hass weist darauf hin, dass sowohl Unternehmen als auch Bürger für die Sanierung ihrer Heizanlagen zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse über Förderprogramme der Bundesregierung beantragen können.
Die Hausbesitzerin Gesa Schuman hat z. B. gerade ihre alte Ölheizung durch einen neuen Gaskessel mit Brennwerttechnik ersetzt. Da der alte, in 1986 eingebaute Kessel etwa 30 Prozent mehr Energie verbraucht hat als der neue, spart sie jährlich etwa 700 Euro Heizkosten. So zahlt sich die Anschaffung der neuen Anlage bereits nach etwa sieben Jahren aus.
Der Geschäftsführer des BUND Berlin Andreas Jarfe sieht in dem Wechsel von Öl auf Gas einen ersten ökologischen Vorteil. Durch den Einsatz modernster Brennwerttechnik und die Kombination mit erneuerbaren Energien können dann bei der Heizungserneuerung alle Möglichkeiten der Energieeinsparung und des Klimaschutzes optimal genutzt werden.
An dem Gewinnspiel der Stadtvertragspartner können sich bis Ende Oktober noch alle Berliner Unternehmen und Bürger beteiligen. Für das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro müssen sie lediglich ihren alten Heizkessel durch einen neuen ersetzen.