Der Trend zur Digitalisierung greift nun auch auf das Buchgeschäft über. Der Online-Händler Amazon meldet für den Monat Juni erstmals, dass er mehr E-Books als gebundene Bücher verkauft hat. Demnach kommen auf 100 verkaufte Hardcover-Bücher 180 verkaufte E-Books. Die Verkaufszahlen von E-Books haben sich im ersten Halbjahr 2010 im Gegensatz zum gleichen Zeitraum in 2009 verdreifacht.
Amazon USA vermeldet, dass in den letzten drei Monaten auf 100 verkaufte Hardcover-Bücher 143 verkaufte E-Books kamen. Damit weist Amazon darauf hin, welche Bedeutung E-Books mittlerweile haben und wie schnell sie herkömmliche Bücher vom Markt verdrängen können. Amazon-Chef Heff Bezos sieht einen Grund für den Anstieg des Verkaufs von E-Books in der Preissenkung des E-Book-Readers Kindle. Dieser ist bei Amazon USA bereits für 189 US-Dollar (145 Euro) erhältlich.
Fundamentiert wird dieser Trend durch die Verkaufszahlen der Assoication of American Publishers. Nach deren Angaben weisen die Verkaufszahlen von E-Books innerhalb eines Jahres einen Anstieg um 207 Prozent auf.
Verzerrt werden die Angaben von Amazon allerdings durch die Tatsache, dass nur der Verkauf von Hardcover-Versionen von Büchern angegeben und Taschenbücher in den Zahlen nicht berücksichtigt werden.