Amazon Online Supermarkt: Ernüchterndes Testergbnis durch Verbraucherzentrale

  1. 27.07.2010 08:40
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Wie wir bereits berichteten, kann man bei amazon seit Anfang Juli diesen Jahres auch Lebensmittel online bestellen. Die Verbraucherzentrale Hamburg schaute sich im Online Supermarkt einmal genauer um und testete zum einen den Einkauf eines Singelhaushalts, mit insgesamt 10 für einen Single typischen Produkten, und zum anderen den Einkauf eines Familienhaushalts, der aus über 30 Artikeln mit über 50 Einzelteilen bestand. Die Verbraucherzentrale Hamburg kam zu folgendem Ergebnis: teuer, umständlich und wenig transparent.

Beim Singleeinkauf war das Ergebnis ernüchternd. Die Versandkosten überstiegen mit über 30 Euro den Einkaufswert von knapp 20 Euro und machten dadurch den Einkauf um mehr als 150 % teurer. Das gleiche Ergebnis bot der Familieneinkauf. Hier war aufgrund der Versandkosten eine Einkaufsverteuerung von über 60 % zu verzeichnen.

Das Problem: Bei Amazon liefern verschiedene Händler die verschiedenen Produkte. Dadurch entstehen hohen Versandkosten.

Vergleicht man nun die jeweiligen Beispieleinkäufe über Amazon mit den althergebrachten Einkäufen im Supermarkt um die Ecke, erkennt man, dass der wöchentliche Einkauf im Supermarkt noch lange nicht durch den Einkauf im Internet ersetzt werden kann. Beide Einkäufe über Amazon sind über 100 % teurer als im Supermarkt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zum einen sind es die Versandkosten und zum anderen die meist teureren Artikel, die im Internet angeboten werden.

Doch nicht nur die Preise lassen den Lebensmitteleinkauf bei Amazon schlecht aussehen. Da die Produkte von verschiedenen Händlern geliefert werden, erreichen die Pakete auch zu unterschiedlichen Zeiten ihren Bestimmungsort. Der Kunde muss dafür sorgen, dass die Ware in Empfang genommen werden kann. Lange Wartezeiten sind dabei nicht selten. Fleisch ist beim Kauf über das Internet meist erst innerhalb einer Woche versandfertig. Auch fehlen bei den Produkten von Amazon die Angaben zu Inhaltsstoffen, die rechtlich nicht zwingend genannt werden müssen. Das kann durchaus zu einem Problem für Allergiker werden, die nicht sehen, ob das von ihnen gekaufte Produkt für sie gefährliche werden kann.

Die Produktpalette bei Amazon hat bei weitem nicht die Dimensionen eines Supermarktes. Wenn man aber auf der Suche nach teuren, exotischen Lebensmitteln ist, wird man hier fündig. Ein anderes Problem stellt das Rückgaberecht dar, da dieses Widerrufsrecht für verderbliche Ware vom Gesetzgeber ausgeschlossen ist. Im Supermarkt um die Ecke hat man es da einfacher, weil man die gekaufte Ware an Ort und Stelle einfach wieder zurückgeben kann.

Amazon schneidet also im Großen und Ganzen im Bereich Lebensmittel eher schlecht ab. Mit dem Gang zum Supermarkt um die Ecke ist man nach wie vor besser aufgehoben.




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