Arbeitskosten im Westen deutlich höher als im Osten

  1. 28.07.2010 12:13
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Erste Ergebnisse der nach europaweit einheitlichen Standards durchgeführten Arbeitskostenerhebung liegen vor. Sie werden alle vier Jahre durchgeführt. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die Arbeitskosten je geleisteter Stunde im Jahr 2008 in Westdeutschland durchschnittlich 29,25 Euro betrugen. Das Niveau in Ostdeutschland lag mit 21,09 Euro 27,9 Prozent darunter.

Am nächsten stehen sich die Kosten in Ost und West im öffentlichen Dienst. Hier betrug der Unterschied nur 7,7 Prozent. Dagegen liegt der Unterschied im verarbeitenden Gewerbe bei 40 Prozent. Zum Vergleich: Der Unterschied in diesem Bereich lag 1992 noch bei 53,4 Prozent. In den darauffolgenden vier Jahren gab es eine Annäherung auf 42,7 Prozent. Seitdem flachte die Annäherung ab: Im Jahr 2000 waren es noch 42,3 Prozent, 2004 noch 41,3 Prozent.

Ein Grund für den großen Unterschied im verarbeitenden Gewerbe ist die Größe der Unternehmen. So waren die Arbeitskosten in 2008 bei Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten deutschlandweit etwa doppelt so hoch wie in Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten. In Westdeutschland arbeiten 36 Prozent der Beschäftigten in großen Unternehmen, in Ostdeutschland nur 16 Prozent.

Am teuersten waren die Arbeitskosten im Bereich Erdöl und Erdgas mit 55,28 Euro und in der Luftfahrt mit 53,50 Euro. Die niedrigsten Arbeitskosten fallen bei Wach- und Sicherheitsdiensten sowie Detekteien mit 13,32 Euro, in der Gastronomie mit 13,86 Euro, in der Gebäudebetreuung sowie Garten- und Landschaftsbau mit 13,89 Euro an.

Diese Ergebnisse können nicht mit Zahlen früherer Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes über Arbeitskosten verglichen werden. Erstmals wurden in dieser Erhebung auch die Kosten für Auszubildende und Lohnsubventionen einbezogen, was internationalen Standards entspricht.




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