Diabetes Typ 2: Rechtzeitig erkennen und handeln

  1. 30.07.2010 11:14
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Die Erkrankung an Diabetes kann vererbt werden. Mit einer Anzahl von sieben Millionen Erkrankten in Deutschland stellt Diabetes Typ 2 die am häufigsten auftretende Form von Zuckerkrankheit dar. Da diese familiär gehäuft auftritt, sollten Personen, in deren Familie diese Erkrankung bereits bekannt ist, sich regelmäßig untersuchen lassen. Begünstigt wird Diabetes Typ 2 durch Bluthochdruck, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen. Eine jährliche Kontrolle des Blutzuckerwertes ist für diese Personen dringend angeraten.

Die Folgen einer nicht erkannten Diabetes können schwerwiegend sein. Der erhöhte Zuckerspiegel im Blut kann viele Organe wie die Nieren, das Herz und das Gehirn schädigen oder Blutgefäße und Nerven angreifen. Professor Petra-Maria Schumm-Draeger vom Münchner Klinikum Bogenhausen rät daher im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" insbesondere den oben genannten Risikogruppen, den Blutzuckerspiegel regelmäßig überprüfen zu lassen, denn eine frühzeitige Erkennung und Behandlung von Diabetes Typ 2 kann die gefährlichen Folgeschäden in den meisten Fällen verhindern.

Auch kann bei einer frühzeitigen Diagnose oft auf Medikamente verzichtet werden. Bereits die Umstellung der Ernährung und eine Gewichtsabnahme kann der Krankheit entgegensteuern. Etwa 80 bis 90 Prozent der an Diabetes Typ 2 Erkrankten sind übergewichtig. Eine Abnahme von vier Kilo kann das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, um 50 Prozent senken.
Die Häufung der Erkrankungen von Diabetes Typ 2 in Familien muss also nicht in den Genen liegen sondern kann auch in der Übernahme von Ernährungsgewohnheiten innerhalb der Familie begründet sein.





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