Das Prinzip des Auto-Leasings hatte der Telefonanbieter E-Plus im Jahr 2008 zeitweise übernommen: Er bot seinen Kunden Handys an, für die sie eine monatliche Miete zahlen und nach Ablauf des Vertrags entscheiden können, ob sie das Gerät zurückgeben oder kaufen. Die Monatsmiete für die Handys lag bei 5 bis 15 Euro. Für diesen Preis waren die Geräte gegen Schäden durch Wasser, Sturz sowie Akkuschäden versichert. Auch wurde während einer Reparatur ein Ersatzgerät gestellt werden. Am Ende der Laufzeit sollte das Handy dann zum Preis von drei Monatsmieten, mindestens aber 20 Euro, gekauft werden konnten.
Diese Rahmenbedingungen wurden dem Mobilfunkportal Teltarif von einem ehemaligen Mitarbeiter bestätigt. E-Plus hatte die Bedingungen seinerzeit so an seine Shop-Mitarbeiter kommuniziert. Nun laufen die Verträge jedoch aus und der Ärger geht los, denn E-Plus verlangt nun teilweise für seine gemieteten Handys eine wesentlich höhere Ablösesumme als zu Beginn des Vertrags angegeben.
Hierzu nennt Teltarif einige Beispiele seiner Leser. So soll ein Kunde statt der anfangs veranschlagten 21 Euro nun 69,99 Euro zahlen – für ein zwei Jahre altes Gerät, das aktuell neu für 99,95 gekauft werden kann. Eine weitere Leserin berichtet, dass ihr gemietetes Handy nun statt der erwarteten 45 Euro ganze 124,99 Euro kosten soll. Der Pressesprecher von E-Plus, Klaus Schulze-Löwenberg, begründete gegenüber Teltarif die gestiegenen Preise damit, dass die Richtwerte des Ablösepreises, die im ersten Laufzeitjahr den Kunden kommuniziert wurden, nicht mehr der aktuellen Preisgestaltung entsprächen.