E-Postbrief: Sicherheitslücke bei De-Mail entdeckt

  1. 02.08.2010 08:04
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Die Post will mit der Einführung des E-Postbriefes dem voranschreitenden Missbrauch im E-Mail-Versand entgegenwirken. Mit diesem Service können elektronische Briefe nur von Absendern verschickt werden, die sich vorher bei der Deutschen Post registriert haben. Dafür zahlt der Nutzer aber auch, denn der Versand eines E-Postbriefs kostet wie auch der normale Postbrief 55 Cent.

Bereits kurz nach seiner Einführung wird die Kritik an dem Service laut. So kritisiert die Stiftung Warentest die Anmeldung zu dem Service als zu kompliziert. Auch wird das Postgeheimnis nicht wirklich gewahrt: Jeder Postmitarbeiter kann den Postbrief lesen, der Inhalt eines Postbriefes wird auf unbestimmte Zeit bei der Post gespeichert. Auch im Falle polizeilicher Ermittlungen ist der Inhalt von E-Postbriefen nicht so privat wie der normaler Postbriefe.

Ein freier Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks kommentiert in seinem Blog die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Post zum E-Postbrief. So darf die Post, sofern der Nutzer dem nicht widersprochen hat, seine Daten uneingeschränkt weitergeben. Somit ist dem Versand von Werbebriefen Tür und Tor geöffnet. Weitere Anbieter wollen in Kürze die ähnlich funktionierende De-Mail einführen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums dürfen diesen Service nur Anbieter in Betrieb nehmen, die strengen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Bislang sei es Hackern in Tests noch nicht gelungen, die elektronischen Briefe zu entschlüsseln.