Deutschland wird bis zum Jahresende innerhalb der EU die meisten Mobilfunkverträge abgeschlossen haben und liegt dann mit mehr als 100 Millionen an der Spitze. Italien und Großbritannien folgen dann mit über 80 Millionen Handyverträgen. In Frankreich und Spanien liegen die Zahlen zwischen 50 und 70 Millionen. Uneinholbar sind allerdings Russland mit mehr als 210 Millionen und die USA mit über 280 Millionen Handyverträgen.
Weltweit wird im Mobilfunkgeschäft dieses Jahr die 5 Milliarden-Grenzen geknackt. Bis Jahresende soll es mehr als 10 Prozent neue Handyverträge geben. Der innovative UMTS-Anschluss wird dabei schon von mehr als 750 Millionen Nutzern verwendet. Dem liegen die Auswertungen des European Information Technology Observatory (EITO) zugrunde. In Japan nutzen bereits mehr als 90 Prozent der Bevölkerung den raschen UMTS-Zugang, der in den kommenden Jahren durch
LTE – einer neuen Technologie im Handygeschäft – abgelöst wird. In Europa nutzen etwa zwei Drittel noch den herkömmlichen Zugang zum Mobilfunknetz.
Vor allem die Länder der Dritten Welt haben einen großen Anteil am Wachstum. Laut der UN-Behörde
International Telecommunication Union hat dort etwa jeder zweite Haushalt ein Mobiltelefon. Die Handys dort werden durchaus vielseitiger genutzt als hierzulande. So wird zum Beispiel der Gang zur Bank über das Handy abgewickelt und dadurch die vielerorts fehlende Infrastruktur kompensiert.
Asien und Südamerika sind weltweit die Spitzenreiter, was das Wachstum im Mobilfunkgeschäft angeht. China und Indien haben die 500-Millionen-Grenze längst hinter sich gelassen und werden in diesem Jahr einen Anstieg der Verträge auf mehr als 800 Millionen (mehr als 12 Prozent) in China und mehr als 600 Millionen (mehr als 25 Prozent) in Indien verzeichnen. Brasilien wirkt im Gegensatz dazu mit seinen über 190 Millionen (mehr als 10 Prozent) Verträgen bescheiden.