Pflegeversicherung: Deutsche sind skeptisch bei Leistungen

  1. 04.08.2010 08:00
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Nicht nur die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, auch die gesetzliche Pflegeversicherung ist in ihren Leistungen nach Meinung von 84 Prozent der Deutschen nicht ausreichend. Dies ergab eine repräsentative, bundesweite Umfrage, für die 1.000 Bundesbürger im Auftrag der DEVK befragt wurden.

Mehr als 70 Prozent der Befragten bewerten die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung als ungenügend, 40 Prozent sind für eine Verpflichtung zum Abschluss einer Pflegezusatzversicherung. Aus den Ergebnissen spricht die Angst der Bundesbürger, die hohen Kosten einer Pflege nicht durch die Versicherung und eigene Ersparnisse decken zu können und dann Familienangehörigen auf der Tasche zu liegen. So gaben 94 Prozent der Befragten an, ihre Familie vor diesen finanziellen Belastungen schützen zu wollen, denn Ehepartner und Kinder können zu Leistungen herangezogen werden.

Die Lebenserwartung in Deutschland steigt, es muss damit gerechnet werden, dass die Zahl der aktuell 2,25 Millionen pflegebedürftigen Deutschen weiter ansteigt. Somit müssen immer mehr Pflegefälle von immer weniger Beitragszahlern getragen werden. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt schon heute nur eine Grundsicherung. Bei einer Betreuung im Heim bleiben monatlich durchschnittlich nach den Leistungen der Pflegeversicherung Kosten in Höhe von 2.000 Euro übrig – ein Betrag, den nur die wenigsten Deutschen aus eigenen Mitteln tragen können. Die von der Bundesregierung erwogene verpflichtende Pflegezusatzversicherung findet daher in der Bevölkerung immer mehr Zustimmung.





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