Väter aus Bayern, Berlin und Thüringen haben die bundesweit höchste Beteiligung bei Bezügen von Elterngeld. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes. Auf dem letzten Platz liegen die Väter aus dem Saarland, dort entschieden sich nur zwölf Prozent der Väter für die Kinderbetreuung und den Bezug von Elterngeld. Bundesweit bezogen 21 Prozent der Väter für ein Kind Elterngeld, das im Jahr 2008 geboren wurde.
Besonders in Bayern entscheiden sich zunehmend mehr Väter für die Betreuung ihres Kindes und den gleichzeitigen Bezug von Elterngeld. Der Anteil der Väter, die Elterngeld bezogen, lag in 75 von 96 bayrischen Kreisen bei mindestens 25 Prozent. Der bundesweite Vergleich liegt mit 112 von 412 Kreisen deutlich niedriger. Spitzenreiter ist allerdings kein Kreis in Bayern sondern die thüringische Stadt Jena mit 43 Prozent, gefolgt von 39 Prozent in Potsdam. Dagegen landen auf den letzten Plätzen die Stadt Gelsenkirchen und der Landkreis Olpe in Nordrhein-Westfalen mit neun Prozent beziehungsweise acht Prozent.
Das Elterngeld berechnet sich nach der Höhe des Gehalts. Es beträgt 67 Prozent des durchschnittlichen Nettogehalts der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes, für das Elterngeld bezogen wird. Das Elterngeld ist jedoch nach unten und oben begrenzt und beträgt mindestens 300 Euro und maximal 1800 Euro im Monat. Demnach beträgt das Elterngeld auch dann 300 Euro im Monat, wenn vor der Geburt des Kindes kein Gehalt bezogen wurde. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag das durchschnittliche Elterngeld bei Vätern bundesweit bei 1131 Euro, bei Müttern waren es 844 Euro. Während in Westdeutschland in drei von vier Kreisen ein durchschnittliches Elterngeld für Väter in Höhe von 1100 Euro und mehr gezahlt wurde, erreichte diesen Wert in Ostdeutschland kein einziger Wahlkreis. Dort betrug das Elterngeld für Väter meist unter 1000 Euro.