Strom und Gas: Preise steigen wegen hoher Nachfrage

  1. 09.08.2010 08:45
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Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland macht sich auch bei der Nachfrage nach Strom und Gas bemerkbar. Dadurch steigen die Preise. Der Sprecher des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Jan Ulland gab gegenüber pressetext an, dass dies insbesondere daraus resultiert, dass die Eisen- und Stahl- sowie die Chemie- und Autoindustrie, die als sehr energieintensive Branchen gelten, eine deutlich höhere Nachfrage nach Strom und Gas aufwiesen. Der Anteil der Industrie am Gesamtverbrauch liegt bei 40 bis 50 Prozent. Insgesamt nahm die Nachfrage nach Strom im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 4,6 Prozent zu, die nach Gas um 14 Prozent.

Die Energiewirtschaft lieferte im ersten halben Jahr 2010 insgesamt 274 Milliarden Kilowattstunden aus, was einer Steigerung um 12 Milliarden Kilowattstunden im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Menge, die vor Beginn der Wirtschaftskrise nachgefragt wurde, ist allerdings noch nicht erreicht. Vom Aufschwung profitierte unter anderem der Branchenriese Linde, dessen operatives Ergebnis im entsprechenden Zeitraum um 26 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro stieg.
Ob dieser Aufschwung anhält, ist nach Aussage Ullands fraglich, auch kann er keine Prognosen darüber abgeben, wie sich die Preise entwickeln werden, da die Unternehmen beim Stromeinkauf verschiedene Strategien verfolgen. In der Regel bedeutet eine steigene Nachfrage aber einen höheren Preis. So dürften die Preise für Strom und Gas nach in diesem Jahr für viele Verbraucher steigen.





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