Der Handel mit gefälschten Medikamenten steigt. Etwa 100 Apotheken in Deutschland stehen im Verdacht, Arzneimittel an die Kunden weitergegeben zu haben, die auf illegal importierten Wirkstoffen basieren. Die Apotheken gerieten ins Visier der Staatsanwaltschaften, Unter anderem wird in Kiel, Braunschweig, Verden, Celle und Hamburg unter dem Vorwurf des Handels mit gefälschten Medikamenten gegen Apotheker ermittelt.
Nachrichtenberichten zufolge sind an gefälschten Präparaten in den Apotheken längst nicht mehr nur Präparate zum Muskelaufbau oder diverse Potenzmittel zu finden. Unter den Medikamenten, die auf illegal importierten Wirkstoffen basieren und mit den Krankenkassen abgerechnet wurden, befinden sich demnach auch zunehmend gefälschte Krebsmedikamente, Schmerzmittel und Antibiotika.
Nach dem Stand der Ermittlungen erwarben die Betreiber der betroffenen Apotheken auf dem grauen Markt illegale Wirkstoffe. Die Preise für die Wirkstoffe sind zwar enorm günstig, doch in Deutschland haben diese keine Zulassung. Diese illegal erworbenen und in Deutschland unzulässigen Wirkstoffe werden in den Apotheken dann als Basis für die gefälschten Medikamente verwendet.