Arbeitslosenquote bei Jugendlichen stark gestiegen

  1. 16.08.2010 09:34
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Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in Deutschland ist vergleichsweise gering. Im Alter zwischen 15 und 24 Jahren hatten 2009 rund 10,5 Prozent keine Arbeit. Mittlerweile sind die Zahlen weiter rückläufig. Auf globaler Ebene dagegen wurden teilweise drastische Anstiege der Arbeitslosenquote bei Jugendlichen verzeichnet. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO hatte vergangene Woche eine Studie mit diesen Daten veröffentlicht. Unter anderem kam die Studie zu dem Ergebnis, das sich die Zahl der jungen Menschen in Spanien, die ohne Arbeit sind, von 20 auf 40 Prozent verdoppelt hat.

Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamts haben Jugendliche in Deutschland häufiger keine Arbeit und üben häufig Beschäftigung aus, die schlechter abgesichert sind, im Vergleich zu den Zahlen, die 10 Jahre zuvor ermittelt wurden. Innerhalb der letzten 10 Jahre war in der Zahl der atypischen Beschäftigungen ein Anstieg von etwa 200.000 auf 675.000 zu verzeichnen. Zu dieser Beschäftigungsvariante zählen unter anderem Jobs auf Niedriglohnbasis und Zeitverträge. Dagegen war die Zahl der Jugendlichen mit einem regulären Arbeitsvertrag innerhalb der letzten 10 Jahre von rund 1,2 Millionen auf 400.000 gesunken.

Der Studie der ILO zufolge lag der Anteil der jungen Menschen in Deutschland ohne Arbeit 2008 bei 9,8 Prozent. 2009 wurde ein leichter Anstieg verzeichnet, 2010 war dieser Anteil innerhalb der ersten 6 Monate wieder rückläufig auf durchschnittlich 9,6 Prozent. Insgesamt wurde in Deutschland zuletzt eine Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent ermittelt.

Die Jugendlichen in Deutschland waren somit weitaus weniger von Arbeitslosigkeit durch die Krise betroffen, als dies auf weltweiter Ebene ermittelt wurde. 2007 lag die weltweite Arbeitslosenquote bei 11,9 Prozent, 2009 war diese auf 13,0 Prozent angestiegen. 2009 war die Quote auf dem höchsten Niveau, das jemals ermittelt wurde. Nach Angaben der ILO wird für 2010 nochmals mit einem geringen Anstieg auf 13,1 Prozent weltweit gerechnet.

Im Hinblick auf die Situation der jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in Deutschland fordert die IG Metall gezielte Pläne, um Berufseinsteiger zu unterstützen. Nach Angaben von Detlef Wetzel, dem zweiten Vorsitzenden der IG Metall, zählt diese Altersgruppe zu den Verlierern der Wirtschaftskrise. Die Forderungen tendieren klar in Richtung Begrenzung der Zeitarbeit und eine Bezahlung, die den Löhnen und Gehältern der Stammarbeitnehmer entspricht.




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