Zu dem in der Politik diskutierten Thema "Rente mit 67" hat nun der Stern eine Umfrage unter denen gestartet, die von dem Thema betroffen sind: Die Arbeitnehmer. In dem Ergebnis wird deutlich, dass die Anhebung des Eintrittsalters für Rente ab 67 nicht dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung entspricht. Nur 7 Prozent sprachen sich dafür aus. Die bislang geltende Altersgrenze von 65 Jahren wird von 38 Prozent der Befragten befürwortet. Ein Großteil möchte jedoch noch früher in Rente gehen: 21 Prozent mit 62 Jahren und 24 Prozent mit 60 Jahren.
Dessen ungeachtet will die SPD jedoch nach einem Bericht der Bild an den Plänen festhalten, das Renteneintrittsalter bis 2029 um jährlich einen Monat auf 67 Jahre anzuheben. Der Beginn der Anhebung soll jedoch von 2012 auf 2015 verschoben werden.
Erst kürzlich hatte sich Parteichef Gabriel in einem Fernsehinterview dafür ausgesprochen, die Rente mit 65 beizubehalten, bis ein größerer Teil der Arbeitnehmer über 60 Jahre überhaupt beschäftigt werden kann. Dagegen will Steinmeier am Konzept der Agenda 2010 festhalten, die die Anhebung des Rentenalters auf 67 vorsieht. Nun wollen Gabriel und Steinmeier der Parteiführung einen gemeinsamen Vorschlag unterbreiten, der dann im September beim SPD-Parteitag beschlossen werden soll. Gegen die Rente mit 67 erklärte sich SPD-Parteivize Wowereit.
Für die Anhebung des Rentenalters, sogar schon ab 2010, ist die Fraktionsvorsitzende der Grünen Renate Künast. Sie teilte dem Kölner Stadt-Anzeiger mit, dass dies für sie in Bezug auf die Generationengerechtigkeit sehr wichtig sei. Allerdings müsse der Arbeitsmarkt für ältere Arbeitnehmer verbessert werden.