Regierung will Wahltarife der gesetzlichen Krankenversicherung einschränken

  1. 23.08.2010 07:20
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Auf weitere Einschränkungen müssen sich die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) einstellen, wenn sich neue Pläne der schwarz-gelben Regierungskoalition durchsetzen. Schon jetzt fürchten die gesetzlichen Krankenkassen die Abwanderung leistungsstarker Mitglieder, weil die Regierung Gutverdienern den Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) erleichtern will.

Nun sollen auch Zusatzangebote der GKV wie Chefarztbehandlungen, Auslandsversicherungen, Zahnersatz oder Zweibett-Zimmer erheblich eingeschränkt werden. So verlautete es aus Verhandlerkreisen. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums betonte jedoch, dass die Zusatzleistungen nicht pauschal abgeschafft werden sollen.

Der Chef der AOK Rheinland/Hamburg Wilfried Jacobs, in dessen Kasse 170.000 einen Wahltarif nutzen, bezeichnet die neuen Pläne der Koalition als Klientelpolitik. Auch die Chefin der Barmer/GEK Birgit Fischer sieht hierin eine Begünstigung der PKV. Für sie sind die Zusatzangebote der GKV Möglichkeiten, sich von den Mitbewerbern abzuheben. Diese würden nun wegfallen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion Jens Spahn (CDU) sieht in den Zusatzleistungen Angebote der gesetzlichen Krankenkassen, um Gutverdiener zu halten. Diese würden jedoch quersubventioniert, was grundsätzlich eine Belastung der Mitglieder bedeutet, die nur die Grundleistungen nutzen.





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