Eine gute Nachricht gibt es für Menschen, die gefährdet sind, an Alzheimer zu erkranken. Forscher in den USA haben herausgefunden, dass ein Protein, das erhöht im Körper von Menschen produziert wird, die an rheumatischen Arthritis leiden, vor Alzheimer schützt. Das Team um Dr. Huntington Potter aus der Universität Süd Florida in Tampa teilte mit, dass sie Mäuse mit dem Protein GM-CSF (Granulocyte macrophage colony-stimulating factor) behandelt hätten und so nachweisen könnten, dass das Protein vor Alzheimer schützt.
In der Versuchsreihe wurden Mäuse mit GM-CSF behandelt, die gentechnisch verändert waren und eine alzheimerähnliche Krankheit hatten. Durch die Behandlung wurde der Ausbruch der Krankheit verhindert, gesunde Mäuse einer Kontrollgruppe wiesen nach der Behandlung verbesserte kognitive Fähigkeiten auf.
GM-CSF ist ein Teil des menschlichen Immunsystems und wird von Personen, die an rheumatischer Arthritis leiden, erhöht produziert. Bisher wurde ein beobachteter Zusammenhang zwischen Alzheimer und rheumatischer Arthritis auf die Wirkung von Medikamenten zurückgeführt. Die nun erfolgte Studie belegt jedoch, dass es nicht die Medikamente sondern das körpereigene Immunsystem ist.
Die Forscher wiesen bei den Mäusen nach der Gabe von GM-CSF eine halb so hohe Produktion von dem Alzheimer auslösenden Beta-Amyloid nach. Sie vermuten, dass die so genannten Mikroglia (ein Antikörper des Immunsystems) durch das GM-CSF die Blut-Hirn-Schranke überwinden können und den Eiweiß-Plaque im Gehirn angreifen.
In der Krebstherapie wird synthetisch hergestelltes GM-CSF bereits seit Jahren angewandt, um das Immunsystem der Patienten zu stärken. Für den Einsatz in der Alzheimer-Therapie werden jedoch zunächst weitere Versuchsreihen nötig sein. Die Ergebnisse, die die Forscher bisher erzielt haben, werden im Fachmagazin Journal of Alzheimer’s Research study veröffentlicht.