Sich jederzeit und überall an Geldautomaten mit Bargeld versorgen zu können, kann teuer werden. Besonders, wenn man das Geld nicht an Automaten der eigenen Bank abhebt. Abhebungen bei Fremdbanken belasten den Kunden mit bis zu 10 Euro pro Abhebung. Durchschnittlich sind es 6 Euro je Abhebung. Dies soll nun anders werden.
Der Bankenverband in Berlin hat am 25. August angekündigt, dass die privaten Banken den Preis für Abhebungen von Fremdkunden auf maximal 1,95 Euro je Abhebung senken wollen. So kann jeder Nutzer der Automaten sicher sein, dass ihm bei Abhebungen an Automaten dieser Banken grundsätzlich nicht mehr als diese 1,95 Euro an Kosten belastet werden. Dies gilt auch für Kunden der Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken, die sich an Automaten der privaten Banken mit Bargeld versorgen.
Diese Vereinbarung soll ab dem 15. Januar 2011 in Kraft treten. Die privaten Banken werden ihre Kunden bis zum 15. November 2010 über die neue Vereinbarung informieren. Den Volks- und Raiffeisenbanken und Sparkassen steht es frei, sich diesem Angebot der privaten Banken anzuschließen.
Eine Einigung über verschiedene einheitliche Vorgaben konnten die Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft darüber erzielen, dass Kunden einer Abhebung am Geldautomaten vor dem Vorgang über die Höhe der anfallenden Kosten informiert wird, so dass er den Vorgang noch rechtzeitig abbrechen kann. Bereits bestehende Vereinbarungen über kostenlose Verfügungen der Banken untereinander, wie die "Cash Group" oder der "Cash Pool" bleiben weiter bestehen.