Umweltfreundlich: Verbraucherzentrale benotet Schulhefte

  1. 01.09.2010 11:33
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Kurz vor Ferienende sind jährlich im Sortiment der Discounter und Schreibwarengeschäfte wieder Schulhefte zu finden. Die Verbraucherzentralen erteilen dem Sortiment der Schulhefte gute und schlechte Noten. Nur selten sind Schulhefte aus Recyclingpapier zu finden und Informationen zur Papierqualität fehlen häufig. Pseudo-Labels der Hersteller sollen zum Kauf animieren, indem Bilder von bedrohten Tierarten aufgedruckt sind. Die Verbraucherzentrale hat einige Tipps veröffentlicht, wie beim Kauf von Schulheften gleichzeitig ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird:

Sehr gut sind Hefte, die mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" ausgezeichnet sind. Diese Schulhefte bestehen aus 100 % Altpapier und werden mit einem geringeren Verbrauch von Wasser und Energie hergestellt. Die Schulhefte enthalten keinerlei Chemie, auch keine Bleichstoffe.

Gut sind Schulhefte, die mit dem Aufdruck "100 % Recyclingpapier", "100 % Altpapier" oder "FSC Recycling" versehen sind. Hier mussten keine Bäume zur Produktion der Schulhefte gefällt werden. Produkte mit Schnittresten dürfen gemäß Gerichtsurteil weder die Bezeichnung "Altpapier" oder "Recyclingpapier" tragen. Bei diesen Schulheften ist jedoch unklar, ob Chemikalien bei der Produktion zum Einsatz kommen.

Befriedigend sind Schulhefte, die die Siegel PEFC oder FSC-Mix enthalten. Bei diesen wird bei der Produktion auf diverse Kriterien der nachhaltigen Waldbewirtschaftung geachtet. Die ökologische Orientierung ist dabei nur eingeschränkt, da das Papier dennoch Frischfasern enthält und weder der Wasserverbrauch oder der Einsatz von Chemie in diesen Siegeln geregelt ist.

Ausreichend sind Schulhefte mit den Abkürzungen "TCF" für total chlorfrei oder "ECF" für teilweise chlorfrei. Dadurch ist erkennbar, ob chlorhaltige Chemikalien zum Bleichen zum Einsatz kommen. Je weniger Chlor ins Wasser gelangt, umso besser ist dies für die Umwelt. Für die Produktion dieser Schulhefte müssen auf jeden Fall Bäume abgeholzt werden.

Mangelhaft sind Schulhefte mit selbst erfundenen Labels und ungeschützten Bezeichnungen, zu denen typische Natur-Symbole oder der Aufdruck "klimafreundlich" gehören. Zwar besteht durchaus die Möglichkeit, dass Hersteller, die diese Art der Werbung nutzen, tatsächlich einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, dies ist jedoch nicht sicher. Die Sicherheit wird nur durch geschützte Prüfsiegel garantiert.

Ungenügend sind Schulhefte, die weder Angaben über die Zusammensetzung des Papiers, noch über Chemie in der Produktion enthalten. Dabei handelt es sich meist um absolute Billigangebote, deren hohe Belastungen einen entsprechend hohen Preis für die Umwelt und das Klima bedeuten. Bei diesen Schulheften ist gänzlich unklar, welche Mittel zum Bleichen genutzt wurden und woher die Rohstoffe zur Produktion kommen. Schulhefte die darüber keinerlei Angaben enthalten, sollten nicht gekauft werden.

Weiterführende Informationen zum Thema erhalten Sie der Website der Verbraucherzentrale.




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