Nach 20 Jahren Stagnation im Mietpreisniveau steigen die Mieten erstmals wieder an. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Bezug auf das Immobilien-Marktforschungsinstitut Empirica. In den vergangenen Jahren waren die stabilen Mieten ein Grund dafür, dass die allgemeine Preissteigerungsrate relativ gering ausfiel. Dies wird nun anders.
So werden Mieter, die neu in eine Wohnung mit gehobener Ausstattung einziehen, mit etwa 5 Prozent höheren Kosten rechnen müssen als noch vor einem Jahr. Nach den Preissteigerungen für große, gut ausgestatte Wohnungen in Innenstädten in den vergangenen Jahren muss nun aber auch mit einem Preisanstieg für kleinere oder schlechter ausgestattete Wohnungen gerechnet werden.
Je nach Stadt steigen die Preise unterschiedlich. Während Mieter in Berlin noch auf weniger gut ausgestattete Wohnungen ausweichen können, steigen die Preise in Frankfurt und Hamburg auch in diesem Bereich.
Lediglich in den ländlichen Gebieten bleibt das Preisniveau für Mieten vorläufig noch gleich. Kleinere Städte wie Rostock und Jena weisen Preissteigerungen von 8 bzw. 10 Prozent auf. Spitzenreiter bei den Preissteigerungen im Durchschnitt ist die Hauptstadt Berlin mit 14 Prozent, gefolgt von Düsseldorf mit 14 Prozent sowie Bonn und Köln mit 12 Prozent. Die Großstadt Hamburg ist da mit 7 Prozent noch relativ günstig.