Lange hat es bis zur Einigung gedauert, wie lange die deutschen Atommeiler noch am Netz bleiben sollen. Angestrebt wurden Laufzeit-Verlängerungen zwischen 15 und 20 Jahren. So lange wird es nun doch nicht, denn im schwarz-gelben Lager haben die Spitzen der Union sowie FDP nach monatelangen zähen Verhandlungen entschieden, dass die Atommeiler durchschnittlich 12 Jahre länger in Betrieb bleiben sollen. Die Laufzeit ist abhängig vom Alter der Meiler.
Jüngere Kraftwerke sollen 14 Jahre länger Strom liefern, bei den älteren Meilern ist nach acht Jahren Schluss. Bedingung der Umsetzung ist ein Sonderbeitrag von Seiten der Stromkonzerne, der dem Ausbau des Ökostroms dienen soll, weiterhin werden die Stromkonzerne zu einer Steuerzahlung herangezogen, die auf sechs Jahre befristet ist. Obwohl die Opposition Verfassungsklagen angekündigt hat, gibt die Koalition sich optimistisch, dass ihr Atomkonzept vor dem Bundesrat standhalten wird.