Rohstoff Gold bleibt auf Rekordkurs

  1. 08.09.2010 09:19
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Die Beliebtheit von Gold bei den Anlegern ist im zweiten Quartal 2010 deutlich erkennbar. Das Interesse der Anleger für das Edelmetall überschreitet sogar die Interessen der Schmuckbranche. Gleichzeitig wirkt sich auch der schwache Dollar auf kontinuierlichen Rekordkurs des Rohstoffes Gold aus.

In der Historie des Edelmetalls war Gold lediglich 1979 bei den Anlegern gefragter als bei den Unternehmen in der Schmuckbranche. Der Rekordkurs des Rohstoffs Gold wird bemerkenswert durch die Statistik des World Gold Council demonstriert. Die Nachfrage auf globaler Ebene nach Gold lag 1998 noch bei nur 6,9 Prozent der Anleger. 2009 lag der Anteil der Anleger in Gold bereits bei 39 Prozent. Im zweiten Quartal 2010 legte der Rohstoff Gold nochmals zu mit einem Anteil der globalen Nachfrage von 51 Prozent. Dies macht deutlich, dass viele Anleger kein Vertrauen in eine deutliche Erholung der Weltwirtschaft nach der Krise setzen.

Im Bereich Rohöl kam es dagegen zu niedrigen Umsätzen. Diese waren unter anderem durch zahlreiche Feiertage geprägt, die zur Folge hatten, dass große US-Adressen nicht am Markt präsent waren. Der WTI-Future startete mit einer engen Range zwischen 74,09 und 74,47 US-Dollar in die Woche. Die Feiertage beeinflussten zudem auch die Bekanntgabe aktueller Konjunkturdaten, dadurch erhielt der Ölpreis weder aus Europa noch aus den USA Impulse durch relevante News. Die Notierungen des WTI-Future waren auch am Montagnachmittag noch uneinheitlich. Der Kontrakt ließ bis um 14 Uhr MESZ am Montagnachmittag um 0,45 US-Dollar nach und ermäßigte sich auf 74,15 US-Dollar. Brent dagegen legte um 0,22 US-Dollar zu und stieg auf 76,89 US-Dollar.

Gold dagegen ist weiterhin auf Kurs zum nächsten Rekordhoch. Dem am stärksten gehandelten Future auf Gold fehlten zum Rekordhoch vom 21. Juni nur etwa 20 Dollar. Allerdings war der Goldpreis am Freitag kurzfristig etwas schwächer, da die Aktienkurse fester notierten. Dieser kleine Schwächeanfall im Vormarsch des Edelmetalls war jedoch nur vorübergehend.

Ausgeprägter Optimismus der Spekulanten spiegelte sich im COT-Report wider, der am Freitag veröffentlicht wurde. Die optimistische Markterwartung stieg um über 20.000 auf 284.561 Futures an. In der Vergangenheit waren bei solchen Werten beim Goldpreis meist innerhalb kurzer Zeit ein Fall in tiefere Kurse aufgrund technischer Korrekturen zu verzeichnen, was auch dieses mal nicht auszuschließen ist.

Der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) zeigte sich am Montagnachmittag wieder mit ziemlich stabilen Notierungen. Der Kontrakt stieg bis 14 Uhr MESZ um 0,10 US-Dollar auf 1.251,20 US-Dollar je Feinunze.




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