Geldwäsche auf Social Media Plattformen nimmt zu

  1. 09.09.2010 10:54
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Die Kriminalität im Internet wächst immer weiter. Fahnder beobachten nun verstärkt Online-Shops, elektronische Voucher-Systeme und Online-Plattformen, nachdem sich die Verdachtsanzeigen von Geldwäsche in Deutschland nach den neuesten Zahlen verdreifacht haben. Diese Internetsysteme bieten Tätern eine interessante Möglichkeit, virtuelles Geld anzulegen. Später kann dieses Geld dann zurück in den realen Wirtschaftskreislauf transferiert werden.

Besonders kommt es den Tätern entgegen, dass die Umsatzzahlen auf diesen Plattformen immer weiter ansteigen. Sie fallen in der Masse der Umsätze nicht auf. So setzen z. B. die so genannten Social-Media-Plattformen täglich inzwischen Millionen um. Teilnehmer, die ihr Geld dort investiert haben, um Guthaben für diverse Dinge zu erwerben, tauschen es später wieder in reale Währung um und lassen es sich auszahlen.

Durch das erhöhte Vorkommen von Geldwäschegeschäften laufen sowohl Betreiber der Plattformen als auch Unternehmen als Marktteilnehmer im Internet Gefahr, sich ungewollt als Teil des so genannten Cyber-Laundering strafbar zu machen.

Sie müssen dagegen nun im Rahmen ihrer Compliance-Aufgaben entsprechende Wege finden. Nach dem seit zwei Jahren geltenden Geldwäschegesetz (GwG) müssen praktisch alle Geschäftsleute genau definierte Sorgfaltsregeln einhalten, mithilfe derer die organisierte Kriminalität bekämpft werden soll.

So sind die Geschäftleute dazu verpflichtet, die Identität ihrer Vertragspartner zu prüfen und Informationen einzuholen, in welcher Art und zu welchem Zweck eine Geschäftsbeziehung eingegangen wird. Ein Schmuckhändler ist z. B. verpflichtet, sich beim Verkauf eines teuren Schmuckstücks vom Kunden nachweisen zu lassen, woher das Geld stimmt. Dies wird in Deutschland jedoch selten gemacht.





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