AKW-Laufzeitverlängerung: Ein Schritt in die richtige Richtung?

  1. 10.09.2010 08:10
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Die Kluft zwischen den deutschen Energieversorgern ist größer geworden.
Verlierer sind die Stadtwerke aller Regionen. Die großen Gewinner sind die Versorger, die hauptsächlich auf Atomenergie setzen - die großen Konzerne wie RWE, E.on, EnBW und Vattenfall. Diesen sehen die aktuelle Entscheidung, die Laufzeit der Kernkraftwerke zu verlängern, als starken Brückenpfeiler auf dem Weg die Verbraucher mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Aber eine Verringerung des Strompreises sehen auch sie nicht.

Der VKU, der Verband kommunaler Unternehmen, der die Stadtwerke vereint, schlägt ganz andere Töne an. VKU-Präsident Stephan Weil sieht das Vorantreiben der erneuerbaren Energien gefährdet und nimmt an, dass in diesem Bereich geplante Investitionen auf kommunaler Ebene aufgrund der Entscheidung vom Montag nicht getätigt werden.

Aus dem Lager der erneuerbaren Energien ist zu vernehmen, dass zahlreiche Jobs in diesem Bereich mit den Laufzeitverlängerungen gefährdet sind und der erhoffte Wettbewerb im Energiebereich für längere Zeit ausbleiben wird, da die Kraftwerke Lieferanten der Hauptanbieter bleiben und weiterhin den Weg für neue, umweltfreundliche Energien versperren.

Leittragender bleibt aber der Verbraucher, der weiterhin die steigenden Energiekosten trägt und nun noch länger tragen muss.




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