Nach neuer Gesetzgebung dürfen seit dem 01. September 2009 keine Glühlampen mehr verkauft werden, die eine Leistung von mehr als 100 Watt aufweisen. Dennoch darf der Handel die Lagerbestände noch verkaufen. Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergab jetzt, dass der Verkauf herkömmlicher Glühbirnen seit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes nur geringfügig (um 22 Prozent) zurückgegangen ist. Vor allem in den Baumärkten sei immer noch ein Verkauf großer Mengen von Glühlampen mit hohen Wattzahlen zu beobachten.
Eine Expertin der Deutschen Umwelthilfe äußerte gegenüber der Zeitung "Die Welt" die Vermutung, dass in den Handelsketten, darunter den Baumärkten, vor dem Inkrafttreten des Gesetzes regelrechte Hamsterkäufe stattgefunden haben müssen. Anders seien die hohen Verkaufszahlen nicht zu erklären, da ja nur noch die Lagerbestände verkauft werden dürfen.
Die Europäische Union plant eine stufenweise Abschaffung herkömmlicher Glühbirnen. An deren Stelle sollen umweltfreundliche Energiesparlampen rücken. Seit dem ersten September diesen Jahres dürfen Glühbirnen mit einer Leistung mit 75 Watt nicht mehr verkauft werden. Wie die Zahlen der GfK-Studie zeigen, nach denen allein im ersten Halbjahr 2010 mehr als 200.000 Glühbirnen mit einer Leistung ab 80 Watt verkauft wurden, ist für die 75 Watt Glühbirnen sicher ein ähnlicher Trend zu erwarten.