Dem Bericht in der Dienstagsausgabe der Rheinischen Post zufolge soll die Bereitschaft zur Organspende in Zukunft im Pass oder Führerschein dokumentiert werden. Darauf haben sich demnach die Gesundheits- und Rechtspolitiker der Unionsfraktion geeinigt. Dies soll Teil einer neuen Initiative sein, die von der Unionsfraktion gestartet wird, um die Zahl der Organspender in Deutschland zu erhöhen.
Die Unionsfraktion ist gegen eine Änderung von der aktuellen Zustimmungsregelung zu einer Widerspruchsregelung, da dies nicht dem Menschenbild entspricht, wie Günter Krings, der Fraktionsvize erklärt. Vielmehr will die Union die Möglichkeit nutzen, die Bereitschaft zur Organspende innerhalb der gesamten Bevölkerung zu dokumentieren. Dies kann umgesetzt werden, da Pässe regelmäßig erneuert werden und Führerscheine künftig ebenfalls nur noch befristet ausgestellt werden.
Zusätzlich plant die Union in Zukunft die Verpflichtung an jedem Krankenhaus zur Benennung eines Transplantationsbeauftragten. Dies soll über eine Gesetzesnovelle erfolgen, wie der Gesundheitspolitiker Jens Spahn mitteilte. Ein finanzieller Anreiz, damit die Krankenhäuser sich intensiver mit dem Thema Organspenden beschäftigen, soll durch eine bessere Vergütung medizinischer Leistungen erfolgen.
In Deutschland warteten 2009 etwa 12.000 Menschen auf eine Organtransplantation, die Zahl der Organspender lag jedoch lediglich bei 1.217 Bürgern.