Strom wird ohnehin immer teuerer. Im Zuge des Atomkompromisses zwischen Atomkonzernen und der Bundesregierung wird sich dieses Problem nun noch mehr verschärfen. Mit der Konsequenz, dass immer weniger Haushalte sich Energie leisten können. Aufgrund der hohen Kosten für Strom und der damit verbundenen Zahlungsunfähigkeit vieler Verbraucher wurden im Jahr 2009 rund 800.000 Abschaltungen von Strom registriert. Das ist laut Linke-Parteichefin Lötzsch inakzeptabel.
Durch die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke und den daraus resultierenden Einnahmen der Atomriesen wird der Staat kräftig kassieren. Bis zum Jahr 2016 wird sich das Plus in der Staatskasse auf rund 30 Milliarden Euro belaufen. Die Abgaben, die Stromkonzerne an den Staat abführen müssen, würden aber zwangsläufig eine Strompreiserhöhung nach sich ziehen. Pro Haushalt würden auf den Stromkunden auf der Grundlage des Gesamtstromverbrauchs von 2009 pro Kilowattstunde 1 Cent mehr berechnet.
In Anbetracht der jetzt schon vorherrschenden Energiearmut in Deutschland, würde der zusätzliche Atomcent dazu führen, dass noch mehr Haushalte sich keinen Strom mehr leisten können. Laut Lötzsch sollten neben einem Strompreisstopp bei den Energiekonzernen auch Sozialtarife eingeführt werden.