Fujitsu will ab 2012 Mobilgeräte kabellos aufladen

  1. 16.09.2010 10:50
  2. Strom
  3. Tarifeverzeichnis

Strom für mobile Geräte muss künftig nicht mehr aus der Steckdose kommen, wenn die Ankündigungen des japanischen Elektronik-Konzerns Fujitsu realisiert werden. Demnach soll ab 2012 eine Technologie auf den Markt kommen, die statt magnetischer Induktion die magnetische Resonanz für die kabellose Stromübertragung nutzt. Theoretisch kann mit dieser Methode Strom über eine Distanz von mehreren Metern übertragen werden, die praktisch jedoch hohe Verlustraten aufweisen würde.

Diese Technik wird bereits bei Versuchen über das drahtlose Aufladen verwendet. Auch Intel und das das Massachusetts Institute of Technology (MIT) arbeiten seit längerer Zeit an einem Verfahren, Notebooks, Smartphones und andere mobile Geräte drahtlos aufladen zu können. Bislang ist es aber nur wenigen Firmen, wie zum Beispiel dem Computer-Hersteller Dell, gelungen, ein kabellos zu ladendes Gerät auf den Markt zu bringen. Dell präsentierte in 2009 für das Notebook Latitude Z eine drahtlose Ladestation.

Das Problem der kabellosen Stromübertragung ist, dass die Effizienz immer weiter abnimmt, je größer die Distanz ist – bei der Technologie, die Fujitsu anwendet, sind es bereits 15 Prozent bei einem Abstand von 15 Zentimetern.

Bei einer Vorführung veranschaulichte Fujitsu, dass seine Technik bei Mobilgeräten im nahen Umkreis bereits funktioniert. Drei Geräte wurden auf eine Ladefläche gelegt und gleichzeitig aufgeladen, und zwar in einer Geschwindigkeit, die die vorher erprobter Techniken um das 150-fache überstieg.

Ob Fujitsu nun eine Übertragung über größere Distanzen möglich machen kann, bleibt abzuwarten.





08.05.Energiepolitik muss endlich zur Chefsache werden
26.04.Weniger Stromverbrauch zum Anfang des Jahres
18.04.Strompreise um 2,5 Porzent gestiegen
12.04.Photovoltaikanlagen stehen weiter hoch im Kurs
10.04.E.ON Strompreise werden zur Jahresmitte teurer