Im Jahr 2011 wird es nach Angaben der Vorstandsvorsitzenden Birgit Fischer bei der Barmer GEK keine Zusatzbeiträge für die Versicherten geben, denn die Finanzlage der Barmer sei stabil. Ferner will die Barmer durchsetzen, dass pro Versicherten weniger Arztbesuche notwendig werden. Statistiken zufolge haben Dialysepatienten die häufigsten Arztkontakte. Hier wurden im Durchschnitt rund 200 Arztbesuche verzeichnet. Einen großen Anteil nehmen weiterhin chronisch Kranke ein. Hier suchen Patienten mit Hypertonie, Depressionen und Herzinsuffizienz am häufigsten einen Arzt auf. Verschwindend gering ist der Anteil der Arztbesuche von Patienten, die in regelmäßigen Abständen ein neues Rezept benötigen. Hier liegt die Zahl der durchschnittlichen jährlichen Arztbesuche bei gerade mal einem.
Die Barmer richtet ihren Fokus nun auf die Versicherten, die durchschnittlich 7,5 mal im Jahr ihren Arzt aufsuchen, ohne dass intensive Behandlungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Hier soll die ambulante Versorgung besser koordiniert werden, um die jährlichen Arztbesuche zu verringern. Dazu beitragen sollen dreiseitige Verträge, die zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen, den Krankenkassen und den Hausärzteverbänden abgeschlossen werden sollen. Die derzeitigen Verträge beinhalten Vergütungspauschalen für die Ärzte. Deren Honorar wird dadurch aufgestockt, ohne dass eine bessere Versorgung der Patienten gewährleistet sei. Deshalb macht sich Fischer dafür stark, in den Verträgen mehr Verhandlungsfreiheit zu integrieren.