Rewe plant ab Winter 2011 den Online-Verkauf von Lebensmitteln. Diesbezüglich wird die Kölner Rewe-Gruppe an zwei oder drei großen Städten in Deutschland einen Test von 2 verschiedenen Konzepten testen. Beim geplanten Online-Handel mit Lebensmitteln von Rewe sollen dem Kunden zwei Varianten präsentiert werden. Die erste Möglichkeit ist die Lieferung der bestellten Lebensmittel an die gewünschte Adresse, die zweite Möglichkeit ist die Abholung der Lebensmittel zu einem festgelegten Termin in der Filiale.
In der ersten Zeit rechnet die Rewe-Gruppe mit noch geringen Umsätzen, doch in der Zukunft wird ein Anstieg dieses Vertriebswegs vermutet. Wie der Rewe-Chef erklärt, kann die Rewe-Gruppe nicht darauf verzichten, sich den wichtigen Trends anzupassen. Rewe ist nicht der einzige Lebensmittelhandel, der sich auf das Online-Business konzentriert. Amazon hat bereits den Online-Verkauf von Lebensmitteln gestartet, ebenso wie Tegut, die Supermarktkette aus Hessen. Das Versandhaus Otto will eventuell auch den Einstieg in dieses Geschäftsfeld wagen.
Für 2010 kalkuliert die Rewe-Gruppe mit einem Geschäft, das sich im Bereich des Vorjahres ansiedelt. Übernahmen im größeren Stil seien jedoch ausgeschlossen aufgrund der Beschränkungen aus wettbewerbsrechtlicher Sicht. Gleichzeitig geht der Rewe-Chef davon aus, dass es im Lebensmittelhandel in Deutschland zu weiteren Preissenkungen kommen wird und übt dabei Kritik an den Discountern und deren Preispolitik. Daher ist es wichtig, dass Rewe sich an den Trends orientiert. Letztendlich verlieren die Lebensmittelhändler Kunden, wenn die Grundnahrungsmittel in anderen Geschäften weitaus günstiger angeboten werden. Daraus würde das Verschwinden vom Markt bedeuten.