Am Wochenende fand die große Demonstration gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke statt. Wie Claudia Roth, die Grünen-Chefin, ankündigt, sollen bundesweit weitere Anti-Atomkraft-Demonstrationen stattfinden. Damit soll der Protest gegen die Atomkraftwerke deutlich offen fortgesetzt werden.
Der Anti-Atomkraft-Protest soll dabei auf verschiedenen Ebenen stattfinden, vor Gericht, auf den Straßen, in den Ländern und in den Parlamenten. Gleichzeitig teilte Claudia Roth mit, dass es sich bei der Demonstration gegen die Laufzeitverlängerung der AKW am Samstag in Berlin nicht allein um einen Protest gegen Atomkraftwerke handelte, sondern vielmehr um ein gesellschaftliches Bündnis auf breiter Ebene gegen falsche Regierungspolitik.
Dennoch sei der Anlass für den Anti-Atomkraft-Protest nicht allein die von der Bundesregierung im Alleingang beschlossene Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, sondern auch die Handlungsweise und das Vorgehen der Bundeskanzlerin. Frau Merkel entwickelt sich nach Ansicht von Frau Roth immer mehr zur Geschäftsführerin der Lobbyverbände in Deutschland.
In der Bundesregierung haben somit nicht die Politiker das Sagen, sondern die Kontrolle erfolgt durch die Pharmalobby, die Atomlobby, die Hoteliers und die Banken, wie die Grünen-Chefin kritisiert. Unter Bezugnahme auf die guten Ergebnisse der Grünen bei Umfragen erklärte Claudia Roth, dass die Partei sich an die Werte hält und vor allem auf dem Teppich bleibt.