IAB prognostiziert weniger als 3 Mio. Arbeitslose 2011

  1. 28.09.2010 09:21
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Aus der aktuellen Arbeitsmarktprognose des IAB – Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung - für 2011 geht hervor, dass die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2011 bei 2,96 Millionen liegen wird. Trifft diese Prognose zu, sinkt die Zahl der registrierten Arbeitslosen auf das niedrigste Niveau seit 1992.

Des Weiteren ist aus der Prognose des IAB zu entnehmen, dass 2011 40,63 Millionen Bürger erwerbstätig sein werden. Dies wäre ein absoluter Höchststand seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Studie des IAB für 2011 basiert auf einem prognostizierten Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,75 %. Die gesamte Studie des IAB kann unter folgender URL eingesehen werden.

Die Wirtschaftskrise 2009 zeigte weniger starke Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt als die Experten ursprünglich befürchtet hatten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in den von der Krise betroffenen Betrieben im verarbeitenden Gewerbe weitaus weniger Arbeitsplätze abgebaut wurden. Der Stellenabbau blieb unter der Relation zum Produktionseinbruch. Des Weiteren fing der Beschäftigungsaufbau in den Betrieben im Dienstleistungssektor den Abbau aus anderen Bereichen auf. Die Unternehmen, die von der Krise stark betroffen waren, nutzten die Möglichkeit der Kurzarbeit und konzentrierten sich auf flexible Arbeitszeitmodelle. Die Forscher des IAB sahen zudem positive Auswirkungen aufgrund von moderater Entwicklung der Löhne und der Reformen in Hartz IV.

Für 2010 prognostiziert der IAB ein Wachstum von 3 Prozent. Durch die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften und der gleichzeitigen Reduzierung des Angebots an Arbeitskräften wird ein enormer Abbau der Arbeitslosigkeit erwartet. Für 2010 gehen die Forscher des IAB von einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von 3,24 Millionen aus. Seit der Jahresmitte steigen die Größen am Arbeitsmarkt langsam wieder auf das Niveau vor der Wirtschaftskrise.

Ein weiterer Aspekt, der zur rückläufigen Arbeitslosenzahlen beiträgt, ist die demografische Entwicklung der Bevölkerung. 2010 werden etwa 90.000 Arbeitskräfte weniger verfügbar sein, 2011 wird ein Rückgang der Arbeitskräfte um 120.000 angenommen. Dies führt zu einer vorübergehenden Arbeitsmarktentlastung. Steigt jedoch die Nachfrage nach Arbeitskräften kann es in den Betrieben zu Schwierigkeiten kommen, offene Stellen zu besetzen. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind technische und soziale Berufe.




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