Die Einsparungen an CO2-Emissionen will die
Bundesregierung durch Erneuerbare Energien und die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke erreichen - aber auch durch Energieeinsparungen. Dazu gehört die Sanierung vieler Gebäude, die mit schlechten Dämmungen ausgestattet sind. Für Haus- und Wohnungsbesitzer kann dies zu kostenintensiven Renovierungen von Altbauten führen.
Wie Kanzlerin
Angela Merkel der Süddeutschen Zeitung mitteilte, ein großer Teil dieser Kosten nun von Vermietern auch auf Mieter umgelegt werden können. Daher rechnet die Kanzlerin demnächst mit steigenden Mieten. Diese würden sich jedoch auf Dauer für die Mieter auch auszahlen, da sich durch die besseren Dämmungen die Heizkosten senken ließen.
Merkel bemängelte weiter, dass viele Bundesbürger zwar gerne alternative Energien nutzen möchten, sich jedoch oft gegen den Umbau der Infrastruktur sträuben. Die Stromnetze müssten erheblich ausgebaut und Kohlendioxid künftig in großem Umfang unterirdisch gespeichert werden.
In dem vom Bundeskabinett kürzlich beschlossenen Energie- und Klimakonzept wurden die Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke verlängert. So könnten nach Merkels Worten bis 2050 zwischen 80 und 95 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden.
Es gibt laut Merkels Aussage auch keine Geheimverträge mit den vier großen Energiekonzernen, die von der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke profitieren. Wesentliche Entscheidungen der Politik wie die Laufzeitverlängerung, die Gewinnabschöpfung und die strengeren Sicherheitsstandards seien ohne Beteiligung der Unternehmen gefällt worden.