Immobilienfinanzierung: Auch bei niedrigen Zinsen Zusatzkosten beachten

  1. 21.10.2010 08:18
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Für viele rückt der Traum von der eigenen Immobilie durch die aktuell noch immer niedrigen Zinsen zur Immobilienfinanzierung in greifbare Nähe. Mit deutlich weniger als 4 % bei einer Finanzierungslaufzeit von 10 Jahren können dabei hohe Finanzierungsnebenkosten vermieden werden.

Neben dem reinen Kaufpreis der Immobilien oder den reinen Renovierungs- und Baukosten fallen unter anderem Anschaffungsnebenkosten für den Grundbucheintrag, den Notar und die Grundwererbssteuer an. Hinzu kommen eventuelle Kosten für den Umzug oder auch die Courtage für den Immobilienmakler. Damit kann sich der Kaufpreis der Immobilie deutlich erhöhen und sogar um rund 10 % ansteigen.

Wer sich für einen Neubau von Immobilien entscheidet, um die günstigen Zinsen der Immobilienfinanzierung zu nutzen, muss die Baunebenkosten, Erschließungskosten, Grundsteuer, Versicherungen während der Bauphase sowie Kosten für Architekten, Statiker und die Baugenehmigung einkalkulieren. Diese können zudem auch anfallen, wenn eine Immobilie renoviert, modernisiert oder erweitert wird.

Hinzu kommt, dass nicht vergessen werden sollte, dass auch nach dem Einzug in die eigene Immobilie noch Nebenkosten anfallen. Zwar fällt die Miete weg, dafür müssen die Kosten für Heizung, Schornsteinfeger, Wasser, Abwasser etc. ebenso bezahlt werden wie für Strom, Telefon etc. Eine Immobilienfinanzierung sollte daher nicht mit zu hohen monatlichen Belastungen kalkuliert werden. Zudem sollten Rücklagen eingerechnet werden, um die regelmäßigen Wartungsarbeiten durchführen zu können, ohne in finanzielle Nöte zu geraten.

Meist wird bei der Immobilienfinanzierung der Festzinskredit genutzt. Dabei wird eine Zinsfestschreibung von 5, 10 oder 15 Jahren vereinbart. Gerade in Zeiten mit niedrigem Zinsniveau bietet eine lange Zinsfestschreibung den Vorteil, dass während dieses Zeitraums die Zinsen nicht erhöht werden und die monatliche Rückzahlungsrate auf demselben Niveau bleibt. Gleichzeitig sollte eine Anfangstilgung von über 1 % festgelegt werden, um die Schulden schneller zu reduzieren und Zinskosten zu sparen.

Für eine Immobilienfinanzierung wird zuerst ein individueller Finanzierungsplan in Kooperation mit der Bank erstellt. Bei der Eigennutzung der Immobilie sollte normalerweise ein Eigenkapital von Minimum 20 bis 30 % vorhanden sein. Neben den Guthaben aus Ersparnissen zählen auch Guthaben auf Bausparverträgen, ein bereits vorhandenes Baugrundstück im Eigenbesitz und begrenzt auch Eigenleistungen, die von den Bauherren erbracht werden.



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