Wie Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen bekannt gab, ist die Zahl der Arbeitlosen in diesem Monat erstmals unter die Drei-Millionen-Marke gesunken. Insgesamt 2.945.000 Menschen waren im Oktober 2010 ohne Arbeit, so wenig wie seit dem Oktober 1991 nicht mehr. Dennoch sieht von der Leyen dies nicht als Grund zum Feiern an, sondern vielmehr als Ansporn, die knapp drei Millionen Arbeitssuchenden in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote wurde mit 7,5 Prozent angegeben.
Die gesunkene Arbeitslosenzahl sah von der Leyen als gemeinsamen Erfolg von der Bundesregierung, den Tarifpartnern und nicht zuletzt der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen an. Besonders hervorgehoben wurde von ihr die Leistung der Mitarbeiter in den Bundesagenturen für Arbeit, in den Jobcentern und Arbeitsgemeinschaften, die allein im vergangenen Jahr dazu beigetragen haben, dass 9,4 Millionen Vermittlungen in ein Arbeitsverhältnis stattfinden konnten.
Erfreulich wenig Sockelarbeitlose
Die Arbeitsministerin fand es besonders erfreulich, dass die sogenannte Sockelarbeitslosigkeit erstmals niedriger ausgefallen sei. Sockelarbeitssuchende sind die Langzeitarbeitslosen, die seit mehr als 12 Monaten als arbeitssuchend gemeldet sind. Die Sockelarbeitslosigkeit ist in diesem Monat niedriger ausgefallen als vor der Wirtschaftskrise. Im Vergleich waren im Oktober 2010 100.000 weniger Arbeitlose zu verzeichnen.
Positive Entwicklung bei älteren Arbeitnehmern
Eine positive Tendenz gibt es vor allem bei den Stiefkindern des Arbeitsmarktes, den älteren Arbeitnehmern. Es konnten in den vergangenen fünf Jahren nicht nur mehr als eine Million der über 55jährigen in den Arbeitsmarkt vermittelt werden. Durch das Ausnutzen der Sonderregelungen hinsichtlich der Kurzarbeit in vielen Unternehmen konnten viele ältere Fachkräfte gehalten werden. Nicht zuletzt seien die niedrigen Arbeitslosenzahlen darum auch auf die sinnvolle Nutzung der Kurzarbeit zurückzuführen.