Bislang zahlten allein die Mieter eventuell anfallende Maklerkosten bei der Vermittlung einer neuen Wohnung. Die SPD-Bundestagsfraktion brachte heute im Bundestag einen Antrag ein, wonach künftig Vermieter und Mieter diese Kosten je zur Hälfte tragen sollen (Drs. 17/3212).
Mieterbund begrüßt Vorstoß der SPD
Der der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB) Lukas Siebenkotten gab dazu in einer Stellungnahme bekannt, dass der DMB diesen Vorstoß des SPD begrüße, da es nicht akzeptabel sei, dass der allein Mieter für den zwischen dem Vermieter und dem Makler geschlossenen Vertrag zur Kasse gebeten wird. Die SPD will gesetzlich regeln, dass Mieter und Vermieter zu gleichen Teilen an den Maklerkosten beteiligt werden, die bis zu zwei Monatsmieten zzgl. Mehrwertsteuer betragen können.
Makler sind nicht mehr nur Vermittler
Siebenkötten würde am liebsten jedoch noch weitergehen. Schließlich sei es überall üblich, dass derjenige, der etwa bestellt (in diesem Fall der Vermieter), auch bezahlt. Umso mehr, da Makler nach seinen Worten heute nicht mehr lediglich Vermittler sind sondern z. B. durch den Maklerverband IVD in Zusammenarbeit mit den Vermieter-Organisationen Mietrechtsänderungen fordern, die zu Lasten der Mieter gehen würden. Daher sei eine Beteiligung der Vermieter an Maklerkosten zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.