Bausparkassen und Versicherungen: Vorsicht bei übereilten Vertragsabschlüssen

  1. 09.11.2010 10:25
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Versicherer und Bausparkassen locken zum Jahresende wieder mit Prämien

Alle Jahre wieder: Förderprämie hier, Jahresprämie dort. Zum Jahresende nimmt die Anzahl der Angebote zu, die mit Prämienversprechen und Vergünstigungen locken, so denn bis zum letzten Dezembertag ein entsprechender Vertrag geschlossen wird. Grund genug für die Verbraucherzentralen zur Vernunft zu mahnen.

Oberste Prämisse: Unabhängige Beratung mit Zieldefinition

Allzu häufig stünden nämlich Provisionsinteressen im Hintergrund, die eine unabhängige Beratung vermissen lassen. Schwierige Anlageentscheidungen, langfristige Vorsorgeverträge oder größere Summen Geld sind in Händen unabhängiger Honorarberater besser aufgehoben, weil hier die Analyse der Bedürfnisse im Fokus steht. Neben den Produkten, die tatsächlich den individuellen Bedarf abbilden, gilt es zudem den Verwendungszweck zu ermitteln und Ziele zu definieren. Ein unabhängiger Berater optimiert im Hinblick auf kurz-, lang- oder mittelfristige Ziele und erarbeitet analog hierzu Angebote für Festgeldkonten und Sparbücher, Tagesgeld und Sparbuch oder betriebliche Altersvorsorge, Riester- oder Rürup-Verträgen in verschiedenen Varianten. Es kann durch aus sein, dass ein Investmentfondsparvertrag sich als die lukrativere Alternative zum Vorsorgesparen herausstellt - sogar bei Verzicht auf staatliche Förderung.

Magisches Dreieck


Als "Magisches Dreieck" empfiehlt die Verbraucherzentrale die Faktoren Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit stets als Ziele im Auge zu behalten. Das Dreieck sagt aus, dass die Rendite abhängig von der jeweiligen Sicherheit der Anlage ist. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass die Rendite umso höher ist, je geringer die Verfügbarkeit des Anlageproduktes. Schließlich sinkt gleichzeitig die Möglichkeit, das Produkt in bare Münze zu tauschen. Versprechungen, die ein Ungleichgewicht innerhalb dieses Dreiecks zur Folge hätten, sollte mit äußerster Skepsis begegnet werden: Hohe Rendite inklusive maximaler Sicherheit bei sofortiger Verfügbarkeit ist reines Wunschdenken.

Milchmädchenrechnungen vermeiden


Letzter Tipp der Verbraucherschützer ist, den Überblick über die Kosten zu behalten. So lassen sich Milchmädchenrechnungen vermeiden, indem laufende Verwaltungsgebühren, Ausgabeaufschläge und ähnliches in die Gesamtkalkulation einbezogen werden. Hier kommt die Faustregel zur Anwendung: Die Rendite ist umso niedriger, je höher die Kosten sind. Auch staatlich geförderte Anlageformen wie Riester-Rente sollten auf Herz und Nieren geprüft werden, weil insbesondere Riester-Verträge oft Kosten in Form fondsgebundener Versicherungen nach sich ziehen.




Tipp: Vorsorgevollmacht – Verfügungen für den Notfall
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