Die Eigenkapitalquote, d. h. der Quotient aus Eigenkapital und Bilanzsumme, ist eine wichtige Kennzahl für die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Eine Studie zum KfW-Mittelstandspanel 2010 hat ergeben, dass die Eigenkapitalquote im Zeitraum 2005 - 2009 stetig auf 26,4 % gestiegen ist (+ 4%). Somit hat die Wirtschaftskrise wider erwarten die Eigenkapitalpuffer nicht maßgeblich berührt. Sogar die 2009 erreichten Mittelständler die Steigerung ihrer Eigenkapitalquote um durchschnittlich 1 %. Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten erreichten sogar ein Ergebnis von 20,4 % (+4 %), Unternehmen mit 10 - 49 Beschäftigten konnte ihre Eigenkapitalquote 24,1 % (+6 %) erhöhen.
Vorstellung der Gesamtergebnisse in Frankfurt durch KfW Bankengruppe
Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW, sieht den unerwarteten Erfolg in der Tatsache begründet, dass der Mittelstand seine Kostenstruktur an die mäßige Entwicklung der Umsätze adaptiert hat. Dies resultierte in einer Stabilisierung der Erträge und Stärkung der Eigenkapitalausstattung. Externe Finanzierungsmöglichkeiten wurden ausgebaut, Raum für Investitionen und Innovationen geschaffen, Kapitalpolster konnten angelegt werden, so Dr. Irsch. Insgesamt stieg die durchschnittliche Eigenkapitalausstattung im Mittelstand in der Krise um 8 %.