DIW fordert: Höhere Einkommen und Vermögende sollen stärker belastet werden

  1. 14.12.2010 13:29
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Nach Angaben der Saarbrücker Zeitung geht aus dem neuesten analytischen Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hervor, dass dieses zur Eindämmung der Staatsverschuldung in Deutschland eine stärkere Abschöpfung von privaten Vermögen vorschlägt.

Höhere Einkommen stärker belasten

Das DIW sieht ein mittelfristiges Konsolidierungsprogramm für notwendig, um die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen. Ausgabenverkürzungen und Steuererhöhungen sollen Deutschland in bessere finanzielle Zeiten befördern. Dabei sollten nach Angaben des Instituts die höheren Einkommen und Vermögen belastet werden, die in den letzten 20 Jahren ohnehin stark zugenommen hätten.

Privates Vermögen stark angestiegen

Die deutsche Staatsverschuldung, die auf Grund der inländischen und internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise entstanden ist, befindet sich in Relation zum Bruttoinlandsprodukt Ende dieses Jahres bei über 75%. 2007 lag diese Zahl noch bei 65%. Im gleichen Zeitraum sind die Vermögen privater Haushalte sei 1991 um 99 Prozentpunkte im Vergleich zum BIP gewachsen.

DIW fordert Erbschaftssteuerreform

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung drängt daher auf eine Reform der Erbschaftssteuer oder aber eine einmalige Vermögensabgabe. Die Analyse zeigt auf, dass bei zeitnaher Erfassung und Bewertung der Vermögenswerte schon durch geringe Steuersätze hohe Staatseinnahmen zu verzeichnen wären.




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