Entgeltumwandlungen in Höhe von 7 Milliarden Euro im Jahr 2008

  1. 23.12.2010 10:21
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Im Rahmen der so genannten Entgeltumwandlung wurden 2008 rund 7 Milliarden Euro für die Altersvorsorge angespart. Eine Entgeltumwandlung findet dann statt, wenn sich Arbeitnehmer Geld von ihrem Bruttoverdienst abziehen lassen um dies in eine betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen.

Entgeltumwandlung als Altersvorsorge

Der Arbeitnehmer verzichtet bei einer Entgeltumwandlung auf einen Teil seines Verdienstes. Im Gegenzug stellt der Arbeitgeber im Rentenalter eine wertgleiche Betriebsrente zur Verfügung, die vom Arbeitnehmer selbst finanziert wird. Sofern der Tarifvertrag nicht dagegen spricht, kann jeder Arbeitnehmer von seinem Chef eine Entgeltumwandlung verlangen.

2008 flossen rund 7 Milliarden Euro in Betriebsrenten

So flossen 2008 durchschnittlich 273 Euro in eine betriebliche Rente, was zusammengefasst rund 7 Milliarden Euro ausmacht. Das statistische Bundesamt in Wiesbaden errechnete, dass 2008 rund 0,7% des Bruttogehalts in die betriebliche Altersvorsorge eingezahlt wurde.

Kritik von der gesetzlichen Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung kritisiert dieses Vorgehen, da die Arbeitnehmer so geringere Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung einzahlen und dadurch niedrigere Rentenanwartschaften aufbauen. Ob dies wie von den Experten der BfA befürchtet zu einem weiteren Anwachsen der Versorgungslücke führt, bleibt dahin gestellt. Immerhin bauen die Arbeitnehmer privat Guthaben auf, was in der Regel besser verzinst ist als die gesetzliche Variante.

Anteile lagen zwischen 0,15 und 1,6% des Bruttogehalts

Dass Beschäftigte der Finanz- und Versicherungsbranche mehr in die betriebliche Rente investieren als solche, die in Niedriglohnbranchen arbeiten, dürfte keine Überraschung sein. Die besser verdienenden steckten bis zu 1,6% des Bruttolohns in die betriebliche Altersvorsorge, bei den niedrigeren Lohnklassen lagen die durchschnittlichen Beträge bei 0,15%.




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