Während die Bundesregierung den Eintritt ins Rentenalter auf 67 Jahre hochsetzen will, belegen Statistiken, dass ein Großteil der Arbeitnehmer nicht einmal bis zum Alter von 65 Jahren versicherungspflichtig arbeitet. Nach Berichten der Rheinischen Post, die die Rentenversicherung bestätigte, ging laut Statistiken im Jahr 2009 fast die Hälfte der Arbeitnehmer vorzeitig in Rente.
Bei den Männern waren es 41,2 Prozent der Arbeitnehmer, die ihren Rentenbeginn durchschnittlich um 32,78 vorzog. Dabei nahmen sie in Kauf, dass ihre Rente im Durchschnitt um 127,44 Euro monatlich reduziert wurde.
Bei Frauen sind die Zahlen noch gravierender. Der Anteil der Frauen, die vorzeitig in Rente gehen, stieg von 16,3 Prozent im Jahr 2000 auf 48,7 Prozent in 2009. Die durchschnittliche Verringerung des Rentenbetrags betrug bei den Frauen "lediglich" 105,35 Euro, was jedoch ein hoher Betrag ist, wenn man bedenkt, dass die Durchschnittsrente bei Frauen lediglich 621,60 Euro betrug.
Doch auch die Arbeitnehmer, die bis zum Alter von 65 Jahren arbeiteten, taten dies nur zu 20,1 Prozent in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. So bezogen 16,5 Prozent staatliche Unterstützung, 16 Prozent befanden sich vor dem Eintritt in das Rentnerdasein in einer Altersteilzeit. 8,3 Prozent der Beschäftigten arbeiteten im Rahmen eines 400-Euro-Jobs. Ganze 34 Prozent bezahlten in der letzten Zeit vor dem Eintritt ins Rentenalter keine Beiträge zur Rentenversicherung mehr.