Steria Mummert Consulting hat in seiner Depotbankstudie 2010 14 der Top 15 Kreditinstitute Deutschlands, bei denen die Sondervermögen von Investmentfonds in Wertpapierdepots hinterlegt wird, im Hinblick auf ihre sogenannten Assets under Administration untersucht. Ganz anders als in den Ergebnissen von 2008, in denen sich kein signifikanter Unterschiede zwischen aktivem und passiven Geschäftsgebaren ablesen ließ, kristallisierte sich eine deutliche Differenz heraus. Defensive Anbieter vermeldeten einen Verlust von 7 %, wohingegen Depotbanken mit einer offensiven Vertriebsstrategie ihr Fondsvermögen 2010 durchschnittlich um nahezu 20 % steigern konnten.
Maßgebliche Kriterien: Fachkompetenz, vertraute Bezugspersonen und Langfristigkeit
Anders als vielleicht vermutet, stellt das Ergebnis der Studie klar, dass der Kostenfaktor für Kunden ein weniger maßgebliches Kriterium (Platz 4) ist, als vielmehr der persönlicher Bezug, die Fachkompetenz sowie eine langfristiges Engagement der Bank. wie bereits die vorausgegangene Studie von 2008 gezeigt hat, haben zusätzliche Dienstleistungen offensichtlich keinen maßgeblichen Einfluss auf positivere Ergebnisse (vorletzter Platz).