Betriebsrente: Eine gute Ergänzung zur gesetzlichen Altersvorsorge

  1. 01.02.2011 10:26
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Dass die gesetzliche Rentenversicherung kaum noch ausreichen wird, um ein sorgloses Leben im Alter zu gewährleisten – darüber sind sich wohl heute die meisten Arbeitnehmer klar. Doch wie kann die Rente am besten aufgebessert werden? Während über die private Rentenversicherung, z. B. Riester-Rente, viel geschrieben wird, wissen nach einer aktuellen Studie der ERGO-Versicherungsgruppe 85 Prozent der Erwerbstätigen nicht, dass sie einen gesetzlichen Anspruch auf eine Betriebsrente haben. Etwa 66 Prozent der befragten Personen war nicht bekannt, dass eigene Beiträge, die in die Betriebsrente eingezahlt werden, sowohl steuer- als auch sozialversicherungsfrei sind.

Fakten zur Betriebsrente
Betriebsrenten werden nach Aussage des ERGO Lebensversicherung Dr. Roland Schäfer in großen Firmen dreimal häufiger angeboten als in kleinen Unternehmen mit unter vier Beschäftigten. Doch auch Arbeitnehmer in kleinen Betrieben haben die Möglichkeit der Betriebsrente. Eine Betriebsrente ist eine Entgeltumwandlung und wird nach §3 Nr.63 EStG gefördert. Die Rentenversicherung kann um eine Berufsunfähigkeitsversicherung und Hinterbliebenen-Absicherung ergänzt werden. Ein Teil des Bruttoeinkommens wird direkt in einer Pensionskasse oder Direktversicherung eingezahlt und bleibt daher steuerfrei. Durch die Verringerung des Bruttoeinkommens wird auch die Steuerlast auf das verbleibende Einkommen verringert. So würde sich z. B. ein Monatseinkommen netto um 40 Euro verringern, während 100 Euro in die Rentenversicherung fließen! Auch der Arbeitgeber profitiert von diesem Modell, da sich der Lohn, auf den er Sozialversicherungs-Arbeitgeberanteile zahlen muss, auch verringert.

Abschließen kann der Arbeitnehmer eine Betriebsrente durch die Vereinbarung zur Entgeltumwandlung. Für 10 oder mehr Mitarbeiter eines Unternehmens lohnen sich Gruppenverträge. Durch die niedrigeren Abschluss- und Verwaltungskosten, aber auch durch andere Rechnungsgrundlagen wird eine Betriebsrente in einem solchen Fall noch rentabler.

Eine Betriebsrente zahlt sich in jedem Fall aus.
Jährlich können bis zu 2.640 Euro steuer- und sozialabgabenfrei vom Bruttogehalt in die Betriebsrente eingezahlt werden. Hinzu kommen 1.800 Euro, die zwar steuerfrei sind, auf die aber Sozialabgaben gezahlt werden müssen. Zu bedenken ist, dass das Einkommen aus der Zusatzrente später versteuert werden muss. Da die steuerliche Belastung während des Rentenalters in der Regel jedoch deutlich niedriger ist als während einer Erwerbstätigkeit, lohnt sich eine Betriebsrente in jedem Fall!

In kleinen und mittleren Betrieben haben nicht mal ein Drittel der Arbeitnehmer eine Betriebsrente
Wie die Studie der ERGO ergab, haben derzeit nur 29 Prozent der Beschäftigten, die in kleinen und mittleren Betrieben arbeiten, eine betriebliche Altersversorgung. Grund dafür ist oft die Angst, seine eingezahlten Beiträge beim Wechsel des Arbeitgebers zu verlieren. Dies ist jedoch unbegründet, da das Ersparte mitgenommen werden kann. Auch vor Insolvenzen ist die Betriebsrente sicher. Auch beim Bezug von Hartz-IV-Leistungen wird die Betriebsrente nicht angetastet.





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