6,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 12 Monaten – das ist die Forderung, die die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bei den Verhandlungen mit dem Energiekonzern RWE stellen. Diese Forderung ist nach den Worten des Verhandlungsführers der Gewerkschaften Peter Lafos (ver.di) eine moderate Forderung, wenn man sich die Betriebsergebnisse des Konzerns anschaue.
Die Zeichen stehen auf Streik
Wenn die nächste von den Arbeitgebern anberaumte Verhandlungsrunde am Dienstag, dem 25. Januar keine wesentlichen Fortschritte für die Beschäftigten bringt, stehen die Zeichen auf Streik. Lafos hat für den Fall eine unmittelbare Urabstimmung und ggf. unbefristete Streiks angekündigt. Bereits für Montag und Dienstag (24./25. Januar) sind 6.000 Beschäftigte des Konzerns zu mehrstündigen Warnstreiks aufgerufen.
Das Angebot der Arbeitgeber liegt nach fünf Verhandlungsrunden bei 2,4 Prozent zuzüglich einer Einmalzahlung. Das ist den Gewerkschaften angesichts eines Gewinns des Konzerns im letzten Jahr in Höhe von 7 Milliarden Euro zu wenig. Es bleibt nun abzuwarten, was die sechste Verhandlungsrunde bringt.