Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Monatsverdienste in Deutschland im Jahr 2010 um durchschnittlich 1,6 Prozent im Vergleich zu 2009. Damit stiegen die Einkommen im Durchschnitt um 0,5 Prozent stärker als die Verbraucherpreise, die um 1,1 Prozent anzogen. Für die Berechnungen wurden sämtliche Branchen im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich einbezogen.
Die Einkommen stiegen somit wesentlich geringer an als noch im Jahr 2009, als die Einkommen noch um 2,8 Prozent angestiegen waren. Der Grund liegt in Tarifverträgen, die noch vor der Wirtschaftskrise abgeschlossen und 2009 in Kraft traten, während die Tarifabschlüsse für 2010 meist in 2009 erfolgten, als viele Unternehmen mitten in der Krise feststeckten. Zu dieser Zeit wurde in vielen Betrieben vornehmlich darum gekämpft, Arbeitsplätze zu erhalten.
Baugewerbe sowie Information und Kommunikation mit den größten Steigerungen
Am höchsten fielen die Tariferhöhungen 2010 durchschnittlich im Baugewerbe und dem Bereich Information und Kommunikation aus. Hier erhielten die Arbeitnehmer im Durchschnitt 2,5 Prozent mehr. Im Verarbeitenden Gewerbe lagen die tariflichen Erhöhungen bei durchschnittlich 1,8 Prozent. Hier sind Einmalzahlungen, die in diesem Bereich oft vorgenommen wurden, nicht mit eingerechnet. Weit unter dem Gesamtdurchschnitt blieben die Tariferhöhungen im Bereich Erziehung und Unterricht mit 1,2 Prozent sowie im Gesundheits- und Sozialwesen mit 0,9 Prozent.
Weitere Details bieten die Fachserie 16, Reihe 4.3, sowie die dazugehörende "Lange Reihe". Diese können im Publikationsservice unter
www.destatis.de/publikationen kostenfrei heruntergeladen werden (Suchwort "Tarifindex" beziehungsweise "lange Reihe Tarif").